Eine Apfel-Galette ist die entspannte Schwester vom gedeckten Apfelkuchen: Der Teig wird nicht in eine Form gedrückt, sondern frei auf dem Blech ausgebreitet und über den Äpfeln eingeschlagen. Dadurch bleiben die Ränder unregelmäßig, die Füllung schaut in der Mitte heraus und der Kuchen sieht nach Landhaus aus, ohne dass du eine Springform oder ein Gitter aus Teigstreifen brauchst. Für den Herbst ist das genau das richtige Rezept: wenige Zutaten, ein Blech, ein Ergebnis, das nach Sonntagnachmittag schmeckt.
Beim klassischen Apfelkuchen muss der Teig die Form sauber auskleiden und der Rand später gleichmäßig werden. Bei der Galette gibt es keine Form, keinen Rand zum Hochziehen und keine Verzierung. Der Mürbeteig wird rund ausgerollt, die Apfelscheiben kommen in die Mitte, danach klappst du den überstehenden Teig mit beiden Händen nach innen. Ritzen oder Ausbessern sind erlaubt – genau diese Unebenheiten machen den rustikalen Look aus. Wer zum ersten Mal mit Mürbeteig arbeitet, hat hier deutlich weniger Frust als bei einer Tarte.
Wichtig ist nur, dass der Teig kalt bleibt. Kalte Butter, kaltes Wasser und anschließend mindestens 30 Minuten Kühlschrank verhindern, dass die Butter beim Ausrollen austritt. Ist der Teig zu weich, klebt er auf der Arbeitsfläche und reißt beim Einschlagen.
Die Speisestärke ist kein Beiwerk: Äpfel geben beim Backen viel Flüssigkeit ab, die Stärke bindet sie und verhindert, dass der Boden durchweicht. Die Marmelade darunter schützt den Teig zusätzlich und gibt eine leichte Säure, die zu den süßen Äpfeln passt.
Mehl, Zucker und Salz werden in einer Schüssel gemischt. Die kalten Butterwürfel kommen dazu und werden mit den Fingerspitzen oder zwei Messern zu einem krümeligen Teig verarbeitet. Ei und Wasser kommen erst zum Schluss dazu, dann wird der Teig kurz zusammengedrückt, in Frischhaltefolie gewickelt und 30 Minuten kalt gestellt. In dieser Zeit werden die Äpfel geschält, entkernt und in etwa vier Millimeter dicke Scheiben geschnitten. Die Scheiben kommen mit Zitronensaft, Zucker, Zimt und Stärke in eine Schüssel und ziehen ebenfalls kurz durch. Den Teig rollst du auf leicht bemehlter Fläche zu einem Kreis von rund 32 Zentimetern aus und legst ihn auf ein Blech mit Backpapier. In der Mitte wird die Marmelade dünn verstrichen, darauf schichtest du die Apfelscheiben dachziegelartig. Den überstehenden Teig klappst du nun nach innen über die Apfelränder und drückst ihn leicht fest. Die Galette wird mit dem restlichen Zucker bestreut und kommt in den auf 190 Grad Ober- und Unterhitze vorgeheizten Ofen. Nach etwa 30 bis 35 Minuten sind die Ränder goldbraun und die Äpfel weich. Vor dem Anschneiden 20 Minuten abkühlen lassen, sonst läuft die Füllung aus.
Die Apfel-Galette ist variabel: Statt Zimt passen gemahlene Nelken oder etwas Kardamom. Wer es gebacken mag, mischt 40 Gramm gehackte Walnüsse unter die Äpfel. Eine Handvoll Rosinen vorher einweichen und mit in die Füllung geben. Wer Mit Birnen statt Äpfeln gelingt die Galette genauso, die Backzeit bleibt gleich. Wer parallel einen klassischen Kuchen möchte, nimmt den Apfel-Zimt-Kuchen. Serviert wird sie lauwarm mit Vanillesoße, geschlagener Sahne oder einem Klecks Crème fraîche. Reste halten sich abgedeckt zwei Tage, werden aber schnell weich; in der Pfanne kurz aufgebacken schmecken sie wieder wie frisch.
Passend zum Backherbst findest du bei uns auch ein warmes Hauptgericht zum Ausgleich, beispielsweise das Kartoffel-Hackfleisch-Auflauf mit Lauch oder den Rote Beete Kindergericht. Wer saisonal kochen möchte, findet in unseren Herbst-Rezepten viele weitere Ideen.
Kann ich den Teig für die Apfel-Galette am Vortag vorbereiten? Ja, er hält sich abgedeckt im Kühlschrank einen Tag. Nimm ihn 15 Minuten vor dem Ausrollen heraus, damit er nicht bricht.
Warum wird meine Galette zu dunkel? Der eingeschlagene Rand der Apfel-Galette dünnt sich beim Backen aus. Schiebe das Blech nach 25 Minuten eine Ebene tiefer oder lege ein Stück Alufolie lose darüber.
Geht die Apfel-Galette auch vegan? Mit einer pflanzlichen Butter und einem Ei-Ersatz aus zwei Esslöffeln kaltem Wasser und einem Esslöffel gemahlenen Leinsamen funktioniert es zuverlässig.
Weitere Apfelrezepte findest du in unserem Rezept-Archiv, unter anderem den Apfel-Zimt-Kuchen, den pikanten Apfel-Zwiebel-Flammkuchen und die Apfelgrütze für 4.
Mehr saisonale Kochvideos findest du in unserer YouTube-Playlist.
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KI-Hinweis: Dieses Rezept wurde mit Unterstützung von KI erstellt.
Mehl, Zucker und Salz mischen, kalte Butterwürfel zu Krümeln verarbeiten, dann Ei und Wasser unterarbeiten. Teig zusammendrücken und 30 Minuten kalt stellen.
Äpfel schälen, entkernen und in etwa vier Millimeter dicke Scheiben schneiden. Mit Zitronensaft, Zucker, Zimt und Speisestärke mischen.
Teig auf bemehlter Fläche zu einem Kreis von rund 32 Zentimetern ausrollen, auf das Blech legen, Marmelade dünn verstreichen und die Apfelscheiben dachziegelartig aufschichten.
Überstehenden Teig über die Apfelränder klappen, leicht andrücken, mit Zucker bestreuen und bei 190 Grad Ober-/Unterhitze 30 bis 35 Minuten backen.
Galette 20 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, damit die Füllung fest wird, dann in Stücke schneiden.