Dieses Gericht habe ich zum ersten Mal gekocht, als der Kühlschrank fast leer war und nur noch Bratwürste und Äpfel da waren. Seitdem ist die Bratwurst-Apfel-Pfanne einer meiner Lieblings-Eintopf-Gerichte für kühle Herbsttage. Die süß-säuerlichen Äpfel und die herzhaften Bratwürste ergänzen sich perfekt, und die knusprigen Pellkartoffeln machen richtig satt. In nur 45 Minuten steht das Essen auf dem Tisch – ideal für ein schnelles Abendessen mit der Familie. Das Schöne an diesem Rezept: ihr braucht nur eine Pfanne und habt danach kaum Abwasch.
Der Trick bei diesem Gericht ist die richtige Reihenfolge beim Braten. Die Bratwürste kommen zuerst in die Pfanne – ihr Fett gibt später das Aroma für Kartoffeln und Äpfel. Ich nehme am besten eine große beschichtete Pfanne, damit alles Platz hat. Eine gute beschichtete Pfanne mit 28 cm Durchmesser ist dafür ideal. Die Pellkartoffeln sollten vom Vortag sein, dann sind sie fest genug und zerfallen nicht beim Braten. Wenn ihr frische Kartoffeln nehmt, lasst sie gut auskühlen oder kocht sie am Vortag vor. Für die Äpfel empfehle ich eine säuerliche Sorte wie Boskop oder Granny Smith. Die Säure braucht es, um den deftigen Bratwurst-Geschmack auszugleichen. Die Äpfel mit Zitronensaft beträufeln verhindert nicht nur das Braunwerden, sondern gibt eine extra frische Note. Thymian passt übrigens hervorragend zu Äpfeln – das ist eine Kombination, die man in der deutschen Küche viel zu selten sieht.
Wichtig: Die Kartoffeln nach dem Braten aus der Pfanne nehmen, bevor die Äpfel und Zwiebeln hineinkommen. Sonst werden die Kartoffeln matschig und die Äpfel bekommen nicht genug Platz zum Karamellisieren. Die Äpfel und Zwiebeln brauchen etwa 7 Minuten bei mittlerer Hitze, bis sie weich sind und die Zwiebeln glasig werden. Erst dann kommen die Kartoffeln zurück in die Pfanne, zusammen mit den Bratwurststücken. Noch einmal kurz erhitzen, durchschwenken – fertig.
Dieses Grundrezept lässt sich leicht abwandeln. Statt Bratwurst könnt ihr auch grobe oder feine Fleischwurst nehmen, oder ein paar Scheiben Speck zusätzlich mitbraten. Wer es etwas edler mag, nimmt eine feine Bratwurst vom Metzger. Für eine vegetarische Version bieten sich vegane Bratwürste an – die bratet ihr genau wie die Originale an. Die Apfelsorte könnt ihr je nach Saison variieren: Im Herbst schmecken Boskop oder Jonagold gut, im Sommer könnt ihr es mit säuerlichen Äpfeln ausprobieren. Dazu passen übrigens auch ein paar frische Kräuter wie Rosmarin oder Majoran – einfach in den letzten Minuten unterheben. Wer mag, gibt einen Schuss Sahne oder einen Klecks Schmand dazu, das macht die Pfanne schön sämig. Eine Prise Zimt passt übrigens auch überraschend gut zu den Äpfeln und gibt dem Gericht eine weihnachtliche Note.
Für dieses Gericht braucht ihr nicht viel: Eine gute große Pfanne mit hohem Rand ist das Wichtigste. Ich benutze eine beschichtete Pfanne mit 28 cm Durchmesser, die ich seit Jahren habe – darin gelingen Bratkartoffeln und alles, was in die Pfanne kommt, einfach perfekt. Ein scharfes Messer für die Kartoffeln und Äpfel ist auch praktisch, ebenso ein stabiler Pfannenwender aus Holz oder Silikon, der die Beschichtung schont.
Die Bratwurst-Apfel-Pfanne schmeckt am besten frisch zubereitet. Wenn doch etwas übrig bleibt, hält sie sich im Kühlschrank etwa zwei Tage. Zum Aufwärmen einfach in der Pfanne bei mittlerer Hitze kurz durchbraten, dabei etwas Wasser oder Brühe angießen, damit nichts anbrennt. In der Mikrowelle wird sie leider matschig. Einfrieren ist nicht optimal, weil die Kartoffeln nach dem Auftauen ihre Konsistenz verlieren. Bei großen Mengen für Meal-Prep lasst die Bratwürste und die Kartoffeln getrennt und gebt sie erst beim Aufwärmen zusammen.
Die Bratwurst-Apfel-Pfanne ist ein komplettes Gericht mit Fleisch, Kartoffeln und Äpfeln. Ein frischer grüner Salat passt gut dazu, oder ihr macht einen Gurkensalat als frische Beilage. Dazu ein kühles Bier oder eine Apfelschorle – dann ist das Abendessen perfekt. Wenn ihr noch mehr Pfannengerichte sucht, schaut euch auch unsere Schupfnudeln mit Sauerkraut an – ein weiteres deftiges Gericht, das schnell zubereitet ist.
Probiert unsere Bratwurst-Apfel-Pfanne aus – wir freuen uns über eure Bilder und Erfahrungen in den Kommentaren! Schaut auch in unserer YouTube-Playlist mit Kochvideos vorbei – dort gibt es weitere herbstliche Rezeptideen zum Nachkochen.
In einer großen Pfanne etwas Öl erhitzen. Die Bratwürste darin rundherum goldbraun braten. Herausnehmen, beiseitestellen und etwas abkühlen lassen. Anschließend in mundgerechte Stücke schneiden.
Die Pellkartoffeln vom Vortag pellen (wenn noch nicht gemacht). Längs halbieren und in ca. 2 cm große Würfel schneiden.
Äpfel waschen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Apfelstücke in ca. 2 cm große Stücke schneiden und mit Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden. Zwiebeln schälen und grob würfeln.
Im heißen Bratwurstfett die Kartoffelwürfel knusprig anbraten. Herausnehmen und zur Seite stellen.
In der Pfanne noch etwas Butter erhitzen. Äpfel und Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze ca. 7 Minuten braten, bis die Zwiebeln glasig sind und die Äpfel leicht karamellisieren.
Die Kartoffeln zu den Äpfeln und Zwiebeln in die Pfanne geben und untermischen. Mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen.
Zum Schluss die Bratwurststücke unterheben und alles kurz erhitzen. Die Bratwurst-Apfel-Pfanne auf Tellern anrichten und sofort servieren.