Dieser Krustenbraten mit Erbsen und Möhren und Kartoffeln ist ein echtes Hausmannskost-Gericht. Der Braten bekommt eine herrlich knusprige Schwarte, das Fleisch bleibt saftig und die Sauce wird schön cremig. Dazu gibt es Erbsen und Möhren in einer leichten Sahnesoße und klassische Salzkartoffeln – ein Sonntagsessen, das die ganze Familie glücklich macht.
Ich nehme für den Krustenbraten am liebsten ein schönes Stück vom Metzger meines Vertrauens. Der soll die Schwarte schon rautenförmig einschneiden, das spart Arbeit und sieht hinterher besser aus. Das Einweichen der Schwarte ist der wichtigste Schritt – wer den überspringt, bekommt keine schönen Blasen und die Schwarte bleibt zäh. Lieber etwas mehr Zeit einplanen, das lohnt sich am Ende.
Das Geheimnis einer guten Kruste ist das lange Einweichen. Der Braten kommt mit der Schwarte nach unten ins Wasserbad und bleibt dort etwa zwei Stunden. Die Schwarte saugt sich voll und wird weiß. Erst dann kommt der Braten in den Bräter zum scharfen Anbraten – aber wirklich nur die Fleischseiten, nicht die Schwarte. Die kommt erst später im Ofen zu ihrer knusprigen Form. Ich stelle mir meist einen Timer, damit ich die Zeit nicht vergesse.
Beim Anbraten nehme ich einen gusseisernen Bräter, der die Hitze gut hält. Die Röstaromen, die dabei entstehen, sind später die Grundlage für die Sauce. Das Bier zum Ablöschen sollte ein kräftiges Pils sein, kein Weizenbier. Die zweite Flasche kommt nach und nach über den Braten im Ofen – das hält das Fleisch saftig und gibt zusätzliches Aroma. Ein guter Tipp ist auch, den Braten zwischendurch mit dem eigenen Bratensaft zu begießen.
Die Temperatur im Ofen ist entscheidend. Bei 220 Grad Ober-/Unterhitze bläst die Schwarte auf und wird schön knusprig. Erst danach schalte ich auf 180 Grad runter, damit der Braten durchgart ohne auszutrocknen. Insgesamt braucht das Fleisch etwa 1,5 bis 2 Stunden im Ofen, je nach Größe. Ein Fleischthermometer hilft: 72 Grad Kerntemperatur für Schweinebraten sind perfekt.
Statt Erbsen und Möhren aus der Dose kannst du natürlich auch frisches Gemüse nehmen. TK-Erbsen und frische Möhren schmecken genauso gut und brauchen nur etwas mehr Vorbereitung. Wer es noch deftiger mag, gibt zusätzlich Speckwürfel zu den Erbsen und Möhren oder ersetzt die Sahne durch einen Schuss Schlagsahne für mehr Cremigkeit.
Das Bier im Rezept lässt sich durch eine kräftige Brühe ersetzen, wenn du keinen Alkohol verwenden möchtest. Der Geschmack wird dann etwas milder, aber immer noch lecker. Ein Schuss Essig oder ein Spritzer Zitrone in der Sauce bringt zusätzliche Frische. Ich gebe manchmal auch etwas Majoran oder Thymian zum Braten, das passt wunderbar zu Schweinefleisch. Ein Lorbeerblatt im Sud gibt noch mehr Tiefe.
Probiert auch unseren Schweinefilet im Speckmantel oder den hausgemachten Bratkartoffeln – beides klassische Gerichte aus der deutschen Küche.
Der Krustenbraten schmeckt am besten frisch aus dem Ofen, wenn die Schwarte noch knusprig ist. Falls etwas übrig bleibt, hält sich das Fleisch im Kühlschrank etwa zwei bis drei Tage. Die Schwarte wird beim Aufwärmen leider weicher – am besten den Braten ohne Schwarte aufbewahren und die Schwarte separat im Ofen kurz aufbacken. So wird sie wieder fast wie frisch.
Einfrieren lässt sich der Braten gut, wenn du ihn in Scheiben geschnitten und portionsweise einfrierst. Die Sauce und die Erbsen und Möhren kannst du separat einfrieren. So hast du an stressigen Tagen schnell ein fertiges Gericht. Zum Auftauen einfach über Nacht in den Kühlschrank legen und dann langsam im Topf erwärmen. Die Kartoffeln sollten aber frisch gekocht werden.
Neben Kartoffeln passen auch Knödel oder Kartoffelpüree hervorragend zu diesem Gericht. Ein grüner Salat mit Essig-Öl-Dressing bringt etwas Frische auf den Teller. Als Getränk empfehle ich ein kühles Bier oder einen trockenen Rotwein. Für Kinder gibt es Apfelschorle oder eine Milch – der Braten ist mild genug, dass er der ganzen Familie schmeckt. Im Winter serviere ich gerne Rotkohl oder Sauerkraut als zusätzliche Beilage.
Mit etwa 650 Kalorien pro Portion ist der Krustenbraten ein sättigendes Hauptgericht, das perfekt für ein gemütliches Sonntagsessen mit der Familie ist. Die Kombination aus saftigem Fleisch, knuspriger Kruste und den beiden Gemüsebeilagen macht jedes Essen zu einem kleinen Fest.
Probiert unseren Krustenbraten aus – wir freuen uns über eure Bilder und Erfahrungen in den Kommentaren! Schaut auch in unserer YouTube-Playlist mit Kochvideos vorbei – dort gibt es weitere Hausmannskost-Rezepte zum Nachkochen.
Den Krustenbraten mit bereits eingeschnittener Schwarte mit der Schwarte nach unten in eine flache Auflaufform geben. So viel Wasser eingießen, dass die Schwarte bedeckt ist. Etwa 2 Stunden stehen lassen, bis die Schwarte das Wasser aufgesogen hat und weiß geworden ist. In dieser Zeit die restlichen Seiten des Bratens mit Salz, Pfeffer und Senf einreiben.
Wenn die Schwarte komplett weiß geworden ist, den Braten in einem Bräter von allen Seiten außer der Schwarte scharf anbraten, bis Röstaromen entstehen. Den Braten dann aus dem Bräter nehmen.
Zwiebeln in Ringe schneiden und Karotten daumendick kleinschneiden. Das Gemüse im Bratensatz anrösten. Mit der halben Flasche Bier ablöschen, dann die Fleischbrühe aufgießen und das Gemüse langsam einkochen lassen.
Den Braten in einer Auflaufform bei 220 °C Ober-/Unterhitze im Ofen garen, bis die Schwarte Blasen wirft – das dauert etwa 30 bis 45 Minuten. Dann den Ofen auf 180 °C herunterschalten und je nach Gewicht 1 bis 1,5 Stunden fertig garen. Hin und wieder mit einem Schluck aus der zweiten Flasche Bier übergießen.
Den fertigen Braten aus der Form nehmen und den Bratensaft zur Gemüsesauce geben. Das Gemüse in der Sauce pürieren und mit Zucker und Creme Fraiche abschmecken. Die Sauce noch einmal kurz aufkochen lassen.
Die Erbsen und Möhren aus der Dose mit Sahne Cremefine, Butter, Salz und Pfeffer in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze warm werden lassen, nicht kochen.
Die Kartoffeln schälen, vierteln und in Salzwasser gar kochen. Alles zusammen auf Tellern anrichten: eine Scheibe Krustenbraten mit knuspriger Schwarte, dazu Kartoffeln, Erbsen und Möhren und reichlich Sauce.