Bei uns landen Udonnudeln in Erdnusssauce mindestens einmal im Monat auf dem Tisch – meistens an Tagen, an denen niemand lange in der Küche stehen möchte. Die dicken Weizennudeln sind in drei Minuten gar, das Gemüse ist in dieser Zeit geschnitten, und die Sauce darf ausnahmsweise mal aus dem Glas kommen. Vom ersten Schnitt bis zum vollen Teller dauert das Gericht bei uns keine zwanzig Minuten.
Nach einem langen Tag greifen die meisten zu Nudeln mit Tomatensauce. Dabei geht es auch asiatisch ähnlich unkompliziert – nur mit deutlich mehr Aroma. Udonnudeln in Erdnusssauce brauchen weder komplizierte Zutaten noch langes Köcheln: eine heiße Pfanne, knackiges Gemüse und eine cremige Sauce, mehr steckt nicht dahinter. Das Beste daran ist, dass alle am Tisch davon satt werden, ohne dass vorher stundenlang geschnippelt werden musste.
Die Erdnusssauce bringt Salz, Süße und eine ordentliche Portion Fett mit – genau das, was dicke Weizennudeln brauchen. Anders als Spaghetti saugen Udon-Nudeln die Sauce nicht auf, sie umhüllen sich nur damit. Deshalb darf die Sauce ruhig dickflüssig sein; ein Schluck Wasser aus dem Nudeltopf hilft, wenn sie im Glas zu fest sitzt. Dazu kommen die gebratenen Champignons mit ihrem erdigen Aroma und der Brokkoli, der sich in den Röschen mit Sauce vollsaugt. Wenn dann noch Putenstreifen in der Pfanne Farbe genommen haben, ist das Gericht fertig, bevor der Reis überhaupt aufgesetzt wäre.
Udon-Nudeln sind dicke, weiche Weizennudeln mit glatter Oberfläche. Sie stammen ursprünglich aus Japan und landen dort in Suppen, Pfannen und sogar kalten Salaten – wer mehr über Herstellung und Geschichte der Nudeln wissen möchte, findet bei Wikipedia einen guten Überblick. Auf dem Teller zählt vor allem ihre Textur: Sie bleiben bissfest, kleben nicht zusammen und geben der Sauce etwas zum Anhaften. Wichtig beim Einkauf ist, dass die Nudeln bereits vorgegart sind – dann reichen drei Minuten im siedenden Salzwasser völlig aus.
Zuerst die rote Zwiebel schälen und in grobe Spalten schneiden, die Knoblauchzehe fein hacken. Die Champignons putzen und je nach Größe vierteln, den Brokkoli in kleine Röschen teilen – der Stamm darf mit, wenn man ihn vorher schält und in grobe Stücke schneidet. In einer großen Pfanne das Öl auf hoher Stufe erhitzen und das Putengeschnetzelte darin rund drei Minuten kräftig anbraten, salzen und pfeffern. Dann Zwiebel, Knoblauch und Champignons dazugeben und weitere fünf Minuten mitbraten, bis alles Farbe genommen hat.
Jetzt die Erdnusssauce angießen, die Hitze auf niedrige Stufe stellen und alles kurz erwärmen. Ist die Sauce zu dick, hilft ein Schluck Wasser. Parallel Salzwasser im Topf aufsetzen und darin Udon-Nudeln, Brokkoli und Zuckerschoten drei Minuten garen – die Nudeln sind vorgegart, das Gemüse soll bissfest bleiben. Danach abgießen, in die Pfanne geben und alles mit der Sauce vermengen. Wer die Udonnudeln in Erdnusssauce zum ersten Mal kocht, sollte am Ende noch einmal mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Limettensaft abschmecken.
Beim Gemüse ist das Rezept offen: Pak Choi, Paprika, Frühlingszwiebeln oder eine Handvoll Spinat passen genauso gut wie die Klassiker Brokkoli und Zuckerschoten. Auch beim Fleisch lässt sich tauschen – Hähnchengeschnetzeltes, Garnelen oder marinierter Räuchertofu funktionieren identisch. Wer die Sauce selbst rühren möchte, verrührt drei Esslöffel Erdnussbutter mit zwei Esslöffeln Sojasauce, einem Esslöffel Limettensaft, einem Teelöffel Honig und so viel warmem Wasser, bis eine cremige Sauce entsteht. Zum Servieren passen gerösteter Sesam, gehackte Erdnüsse, frischer Koriander oder etwas Chili. Und wer es gern scharf mag, kocht gleich unsere Chili Knoblauch Udonnudeln.
Ein Tipp aus unserer Küche: Die Udonnudeln in Erdnusssauce schmecken auch am nächsten Tag, wenn sie kalt aus dem Kühlschrank kommen. Dafür die Reste in einer verschlossenen Dose aufbewahren und vor dem Essen kurz in der Pfanne erwärmen – etwas Wasser dazu, damit die Sauce wieder geschmeidig wird.
Als Hauptgericht reicht das Rezept für vier Portionen; dazu passt ein frischer Gurkensalat oder eingelegter Ingwer, der die Süße der Sauce ein bisschen bricht. Wer noch eine Vorspeise möchte, serviert kleine Frühlingsrollen oder eine klare Brühe, und dazu schmeckt kalter grüner Tee. Noch mehr asiatische Ideen für die schnelle Küche gibt es hier bei uns: die Asia-China-Nudelpfanne für die große Runde und die China-Nudelpfanne mit Hackfleisch für alle, die es etwas deftiger mögen.
Viele unserer Rezepte gibt es auch als Kochvideo auf unserem YouTube-Kanal.
Hinweis: Die Bilder in diesem Beitrag wurden KI-unterstützt erstellt.
KI-Hinweis: Dieses Rezept wurde mit Unterstützung von KI erstellt.
Rote Zwiebel schälen und in grobe Spalten schneiden. Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Champignons putzen und vierteln. Brokkoli waschen, in kleine Röschen teilen; den Stamm schälen und in grobe Stücke schneiden.
Das Öl in einer großen Pfanne auf hoher Stufe erhitzen und das Putengeschnetzelte darin 3 Minuten anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Zwiebel, Knoblauch und Champignons zugeben und alles zusammen weitere 5 Minuten anbraten, bis das Gemüse Farbe genommen hat.
Die Erdnusssauce angießen, die Hitze auf niedrige Stufe reduzieren und alles kurz erwärmen, bis die Sauce heiß ist. Ist sie zu dick, hilft ein Schluck Wasser.
Währenddessen Salzwasser in einem Topf erhitzen. Udon-Nudeln, Brokkoli und Zuckerschoten im siedenden Salzwasser 3 Minuten garen und abgießen.
Nudeln und Brokkoli in die Pfanne geben und mit der Erdnusssauce vermengen. Mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Limettensaft abschmecken und mit Sesam und Erdnüssen servieren.