Wenn die Apfelernte ins Haus kommt, kochen wir wieder häufiger Milchreis. Der Reis quillt in heißer Milch mit Vanille und einer Prise Salz zu einem weichen, cremigen Brei, das Apfelkompott entsteht nebenbei im Topf daneben – aus geschälten Äpfeln, etwas Zucker und Zimt, ohne Fertigprodukt. Zusammen ergibt das ein warmes Frühstück für kalte Morgen und gleichzeitig einen Nachtisch, den Kinder ohne Diskussion essen. Beides lässt sich vorbereiten: Das Kompott hält sich mehrere Tage im Kühlschrank, der Milchreis schmeckt morgens auch kalt mit einem Schuss Milch.
Milchreis ist ein Gericht, das fast ausschließlich von der Konsistenz lebt. Beim Quellen gibt der Reis Stärke ab, die die Milch bindet – daraus entsteht der cremige Biss, den man mit keinem anderen Reissorte hinbekommt. Damit er cremig bleibt und nicht klumpt, braucht es zwei Dinge: eine gleichmäßige, niedrigere Hitze und regelmäßiges Rühren, besonders am Topfboden. Vanille und Salz sind dabei wichtiger, als man denkt: Salz hebt die Süße, Vanille macht aus Milch und Reis erst ein Dessert. Das Apfelkompott bringt die Säure, die dem süßen Brei fehlt, und mit Zimt bekommt das Ganze den typischen Herbstgeschmack. Wer das Kompott mit Stücken kocht statt als Mus, hat außerdem Textur im Löffel.
Für Milchreis braucht man keinen speziellen Rundkornreis aus dem Asia-Laden – handelsüblicher Milchreis oder Rundkornreis reicht. Auf 250 Gramm Reis kommen etwa ein Liter Vollmilch. Wer es leichter möchte, mischt Vollmilch mit Wasser im Verhältnis drei zu eins; mit fettarmer Milch wird der Brei weniger cremig, mit Sahne deutlich schwerer. Eine aufgeschnittene Vanilleschote oder ein halber Teelöffel Vanillepaste ist geschmacklich klar besser als Vanillezucker mit Aromastoffen. Gesüßt wird mit 40 Gramm Zucker während des Kochens, den Rest erledigt später das Kompott. Ein Esslöffel Butter kommt ganz zum Schluss dazu, wenn der Topf vom Herd ist: Er macht die Oberfläche samtig und verhindert, dass sich beim Abkühlen eine Haut bildet.
Die Milch mit der aufgeschnittenen Vanilleschote, Zucker und einer Prise Salz in einem schweren Topf aufkochen. Den Milchreis einrühren, die Hitze reduzieren und den Reis bei kleiner Hitze 25 bis 30 Minuten quellen lassen – dabei alle zwei bis drei Minuten umrühren, damit nichts am Boden ansetzt. Während der Reis kocht, die Äpfel schälen, halbieren, das Kerngehäuse entfernen und in kleine Würfel schneiden. Die Apfelwürfel mit Zucker, Zimt, Zitronensaft und zwei Esslöffeln Wasser in einen zweiten Topf geben und zugedeckt etwa zehn Minuten köcheln lassen, bis die Stücke weich sind, aber noch Form haben. Zum Schluss die Butter unter den Milchreis rühren, die Vanilleschote entfernen und den Reis kurz aufschlagen, damit er locker wird. Den Milchreis in Schüsseln füllen, das warme Kompott darüber oder daneben geben und mit Zimt und gehackten Mandeln bestreuen.
Statt Apfelkompott passen im Herbst Birnen, Zwetschgen oder Pflaumen; im Sommer sind Kirschen oder Erdbeeren die klassische Wahl. Wer den Milchreis am nächsten Morgen kalt essen möchte, kocht ihn etwas dünner und rührt vor dem Servieren einen Schluck Milch unter, weil er im Kühlschrank nachdickt. Für mehr Eiweiß kann man am Ende einen Esslöffel Skyr oder Quark einrühren, für Kinder einen Löffel Apfelmus und Zimtzucker darüber. Wichtig beim Kochen ist ein Topf mit schwerem Boden (Empfehlung) – er nimmt die Wärme gleichmäßig auf und lässt sich leichter auswaschen, weil Milch am Rand sonst schnell ansetzt und leicht anbrennt. Rund 350 Kalorien pro Portion bringt der Milchreis mit, dazu etwa neun Gramm Eiweiß aus der Milch.
Als Topping passen geröstete Mandeln, Walnüsse, Rosinen, Zimtzucker oder ein Löffel Butter. Wer den Milchreis als Nachtisch serviert, kann Apfelpudding für 4 als Alternative anbieten; wer Äpfel gerade in großen Mengen verarbeitet, findet im Apfelbrot und in den Apfelchips aus dem Airfryer zwei Rezepte, die sich aus demselben Vorrat machen lassen. Mehr Ideen für die kühle Jahreszeit sammelt unsere Übersicht Herbst zu Hause – 7 gemütliche Rezeptideen für die Familie.
Damit ist der Milchreis das, was ein gutes Herbstfrühstück sein soll: in einer halben Stunde gekocht, aus Zutaten, die immer im Haus sind, und für alle am Tisch passend – warm am Morgen, kalt am Nachmittag.
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KI-Hinweis: Dieses Rezept wurde mit Unterstützung von KI erstellt.
Die Milch mit der aufgeschnittenen Vanilleschote, dem Zucker und einer Prise Salz in einem schweren Topf aufkochen.
Den Milchreis einrühren, die Hitze reduzieren und den Reis bei kleiner Hitze 25 bis 30 Minuten quellen lassen. Alle zwei bis drei Minuten umrühren, damit nichts am Boden ansetzt.
Während der Reis kocht, die Äpfel schälen, halbieren, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden.
Die Apfelwürfel mit Zucker, Zimt, Zitronensaft und zwei Esslöffeln Wasser in einen zweiten Topf geben und zugedeckt etwa zehn Minuten köcheln lassen, bis sie weich sind, aber noch Form haben.
Die Butter unter den Milchreis rühren, die Vanilleschote entfernen und den Reis mit dem Kochlöffel kurz aufschlagen, damit er locker wird.
Den Milchreis in vier Schüsseln füllen und das warme Kompott darüber oder daneben geben.
Mit Zimt bestäuben und gehackte Mandeln darüber streuen.