Der niederländische Appeltaart ist mehr als nur ein Apfelkuchen – er ist ein Stück holländische Lebensart. In fast jedem Café in den Niederlanden wird er mit Schlagsahne serviert, dazu eine Tasse Kaffee. Was ihn von deutschen Apfelkuchen unterscheidet: ein mürber, buttriger Teig, der den Kuchen wie eine Kiste umschließt, und eine würzige Füllung mit Zimt, Rosinen und Mandeln.
Mein erster Appeltaart kam in einem Café in Sneek auf den Tisch – noch warm, mit einem ordentlichen Klecks Sahne. Seitdem backe ich ihn zu Hause regelmäßig nach, besonders im Herbst, wenn die ersten Boskoop-Äpfel in den Läden liegen. Das Rezept ist einfacher, als es aussieht, und der Duft, der dabei durch die Küche zieht, ist unbezahlbar.
Der Appeltaart lebt von zwei Dingen: dem Mürbeteig und der saftigen Apfelfüllung. Der Teig wird aus kalter Butter, Mehl und braunem Zucker geknetet und muss kurz ruhen, damit er schön mürbe wird. Er wird nicht nur als Boden verwendet, sondern zieht sich an den Seiten hoch und wird oben mit einem Teiggitter verziert.
Die Füllung besteht aus Äpfeln, die mit Zimt, braunem Zucker, Rosinen und gehackten Mandeln vermischt werden. Wichtig ist eine saure, feste Apfelsorte wie Boskoop oder Elstar, die beim Backen nicht zerfällt. Durch die Mandeln und Rosinen bekommt die Füllung eine nussige, leicht karamellige Note, die perfekt zum mürben Teig passt.
Für den Teig werden Mehl, kalte Butter, Zucker, ein Ei und etwas Backpulver zu einem glatten Teig verknetet. Die Butter muss wirklich kalt sein – dann wird der Teig schön mürbe. Nach dem Kneten ruht er mindestens 30 Minuten im Kühlschrank, bevor er ausgerollt wird.
Bei den Äpfeln lohnt sich die Wahl der richtigen Sorte. Boskoop ist der Klassiker für den Appeltaart: sauer, fest und voller Aroma. Wer ihn nicht bekommt, nimmt Elstar oder eine Mischung aus zwei Sorten. Die Äpfel werden in Spalten geschnitten, mit Zimt, Zucker, Rosinen und Mandeln gemischt und hoch geschichtet in die Form gefüllt – so bleibt der Kuchen schön saftig.
Zuerst den Mürbeteig zubereiten und kalt stellen. Währenddessen die Äpfel schälen, entkernen und in Spalten schneiden. Mit braunem Zucker, Zimt, Rosinen und gehackten Mandeln mischen. Die Springform buttern und mit zwei Dritteln des Teigs auslegen – dabei den Teig am Rand hochziehen, sodass eine Art Kasten entsteht.
Die Apfelfüllung hoch in die Form schichten und gut andrücken. Aus dem restlichen Teig Streifen schneiden und als Gitter über die Füllung legen. Den Kuchen mit verquirltem Eigelb bestreichen und bei 180 Grad Ober- und Unterhitze etwa 60 Minuten backen, bis der Teig goldbraun ist. Vor dem Anschneiden abkühlen lassen – lauwarm mit Schlagsahne schmeckt er am besten.
Der Appeltaart lässt sich nach Herzenslust variieren. Statt Rosinen können gehackte Walnüsse oder Pekannüsse in die Füllung. Wer es fruchtiger mag, gibt ein paar Preiselbeeren oder getrocknete Cranberries dazu. Auch ein Schuss Amaretto oder Orangensaft in der Füllung gibt dem Kuchen eine besondere Note.
Mein Tipp: Den Kuchen nicht zu früh aus der Form nehmen. Der Appeltaart ist sehr saftig und braucht Zeit zum Festwerden. Am besten schmeckt er am nächsten Tag – dann haben sich die Aromen voll entfaltet. Übrigens lässt er sich auch gut einfrieren, in Scheiben geschnitten und in Folie gewickelt.
Ein Stück Appeltaart mit Schlagsahne und einer Tasse Kaffee – mehr braucht es nicht für ein gemütliches Nachmittagsglück. Wer noch mehr Apfel- und Kuchenideen sucht, findet bei uns knusprige Apfelchips aus dem Airfryer und einen saftigen Nuss Blechkuchen.
Und wer den Kuchen im Original in den Niederlanden probieren möchte: Vom 29. August bis 5. September ist unser Ferienhaus Schakelvilla in Makkum am IJsselmeer noch frei. Mehr zur niederländischen Küche gibt es auch auf holland.com.
Viele unserer Rezepte gibt es auch als Kochvideo auf unserem YouTube-Kanal.
Hinweis: Die Bilder in diesem Beitrag wurden KI-unterstützt erstellt.
KI-Hinweis: Dieses Rezept wurde mit Unterstützung von KI erstellt.
Mehl, Backpulver, Zucker und Salz mischen. Kalte Butter in Stücken und das Ei dazugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zugedeckt mindestens 30 Minuten kalt stellen.
Äpfel schälen, entkernen und in Spalten schneiden. Mit braunem Zucker, Zimt, Rosinen und gehackten Mandeln mischen.
Eine Springform (24 cm) buttern und mit zwei Dritteln des Teigs auslegen. Den Teig am Rand hochziehen, sodass eine Art Kasten entsteht.
Die Apfelfüllung hoch in die Form schichten und gut andrücken. Aus dem restlichen Teig Streifen schneiden und als Gitter über die Füllung legen.
Den Kuchen mit verquirltem Eigelb bestreichen und bei 180 Grad Ober- und Unterhitze etwa 60 Minuten backen, bis der Teig goldbraun ist. Vor dem Anschneiden abkühlen lassen und lauwarm mit Schlagsahne servieren.