Diese Hackfleischpfanne mit Paprika und Tomaten ist so eine Art heimlicher Held der Alltagsküche. Es steht nie im Rampenlicht, aber irgendwie landet es immer wieder auf dem Tisch, wenn alle Hunger haben und keiner lang in der Küche stehen will. Die Kinder mögen es, der Partner auch, und selbst Gäste langen ordentlich zu. Dabei braucht es nicht viel: ein Pfund gutes Hack, ein paar Zwiebeln, eine Paprika, die noch im Kühlschrank liegt, und ein paar Gewürze, die sowieso jeder im Schrank hat. In weniger als 30 Minuten steht ein warmes, sättigendes Essen auf dem Tisch – perfekt für den stressigen Familienalltag.
Was dieses Gericht von anderen unterscheidet? Der Trick ist das richtige Anbraten. Viele machen den Fehler und rühren das Hackfleisch sofort klein, sobald es in der Pfanne landet. Dabei verhindert das die schöne Röstkruste, die dem Gericht erst den typischen Bratgeschmack gibt. Also: Ruhe bewahren, das Hack in die heiße Pfanne geben und erstmal ein paar Sekunden brutzeln lassen, bis die Unterseite schön braun ist. Dann erst wenden und zerteilen. Das gleiche Prinzip gilt übrigens auch für unser Kartoffel-Hackfleisch-Auflauf Rezept – auch dort sorgt die Röstkruste für den besonderen Geschmack.
Die Paprika bringt eine fruchtige Süße mit, die Tomaten geben eine leichte Säure – zusammen mit dem erdigen Majoran entsteht eine wahnsinnig gute Geschmackskombination. Wer mag, gibt noch einen Schuss Sahne dazu, um die Säure etwas abzumildern. Ich persönlich nehme gerne Crème fraîche, das ist etwas würziger als Sahne und macht die Sache schön cremig.
Für dieses Gericht eignet sich am besten gemischtes Hackfleisch vom Rind und Schwein – es ist saftig genug, um nicht trocken zu werden, aber auch nicht zu fett. Wer es leichter mag, greift zu reinem Rinderhack oder sogar zu Hähnchenhack. Auch eine vegetarische Variante auf Basis von Sojagranulat oder Linsen funktioniert überraschend gut, vorausgesetzt, du würzt kräftig genug. Probiere dazu auch unsere Fasskraut-Lasagne – ein weiteres herzhaftes Pfannengericht für die ganze Familie.
Für vier hungrige Esser reicht die Menge aus 500 Gramm Hackfleisch locker. Wer mehr Gäste erwartet, rechnet einfach hoch: pro zusätzlicher Person etwa 125 Gramm Hackfleisch, eine halbe Paprika und eine Vierteldose Tomaten dazurechnen. Die Hackfleischpfanne mit Paprika lässt sich außerdem wunderbar in größerer Menge kochen – die Reste schmecken am nächsten Tag oft sogar noch besser, weil die Gewürze durchgezogen sind.
Das Tolle an dieser Hackfleischpfanne ist ihre Vielseitigkeit. Kartoffelpüree ist der Klassiker – die cremigen Kartoffeln und die würzige Hacksoße, das ist einfach ein Traum. Aber auch Reis, Bandnudeln oder einfach nur ein Stück Baguette zum Dippen sind hervorragend. Dazu einen grünen Salat mit einem leichten Essig-Öl-Dressing, und das Essen ist rund. Wer weniger Kohlenhydrate essen will, isst die Pfanne übrigens auch pur – schmeckt genauso gut!
Bei der Paprika lohnt es sich, auf die Saison zu achten: Im Sommer schmecken die roten und gelben Früchte vom Feld am süßesten, im Winter sind sie etwas teurer, aber trotzdem ein guter Begleiter für die Hackfleischpfanne mit Paprika. Wer es herzhafter mag, nimmt eine Spitzpaprika dazu oder gibt eine Handvoll Kirschtomaten in die Pfanne. Auch Zucchini, Aubergine oder Mais passen prima – einfach in den letzten Minuten mitköcheln lassen, damit sie nicht zerfallen.
Nach ein paar Malen wird dir auffallen, dass dieses Rezept wie eine Leinwand ist – du kannst es immer wieder neu gestalten. Hier ein paar Ideen:
Die Hackfleischpfanne lässt sich hervorragend aufbewahren und schmeckt am nächsten Tag oft noch besser, weil die Aromen durchgezogen sind. Einfach abgedeckt in den Kühlschrank stellen und innerhalb von drei Tagen aufbrauchen. Zum Aufwärmen kurz in der Pfanne oder in der Mikrowelle erhitzen – ein Schuss Wasser oder Brühe verhindert, dass es zu trocken wird. Übrigens: Die Pfanne eignet sich auch super zum Einfrieren. Einfach abkühlen lassen, in Portionsbehälter füllen und bei Bedarf auftauen.
Probiere es aus und sag mir, welche Variante dir am besten schmeckt! Die Hackfleischpfanne mit Paprika ist eines dieser Gerichte, die nie langweilig werden, weil man sie immer ein bisschen anders machen kann. Sternchen-Bewertung und Kommentar sind natürlich immer willkommen! ⭐
Zwiebeln schälen und in feine Würfel schneiden. Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Paprika waschen, entkernen und in Streifen oder Würfel schneiden.
Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Das Hackfleisch hineingeben und erst einmal ein paar Sekunden ungestört brutzeln lassen, bis die Unterseite schön braun ist. Erst dann wenden und zerteilen - so entsteht die leckere Röstkruste.
Zwiebeln und Knoblauch zum Hackfleisch geben und glasig dünsten. Die Paprikastreifen zugeben und 3-4 Minuten mitbraten, bis sie etwas weicher sind.
Das Tomatenmark kurz mitrösten, dann die stückigen Tomaten angießen. Mit Majoran, Paprikapulver, Salz und Pfeffer würzen.
Alles zugedeckt bei mittlerer Hitze 10-15 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Soße schön sämig ist.
Wer mag, rührt einen Schuss Sahne oder Crème fraîche ein und schmeckt die Pfanne noch einmal ab. Mit frischer Petersilie bestreuen und mit Kartoffelpüree, Reis, Bandnudeln oder Baguette servieren.