Der Thunfischgratin ist ein herzhafter Auflauf aus dem Ofen: Pellkartoffeln, zarter Lauch und Thunfisch werden in einer cremigen Soße aus Sahne, Milch, Senf und Creme Fraiche geschichtet und goldbraun überbacken. Er ist schnell vorbereitet, sättigt zuverlässig und schmeckt allen am Tisch – genau das Richtige für ein unkompliziertes Abendessen unter der Woche.
Für das Rezept brauchst du nur wenige Zutaten, die meisten davon hast du bestimmt schon zu Hause. Die Mengen reichen für etwa fünf Portionen und lassen sich gut anpassen, wenn mehr oder weniger Esser am Tisch sitzen:
Zutaten: 1 kg Kartoffeln, 250 g Lauch, 2 Dosen Thunfisch (im eigenen Saft, abgetropft), 100 ml Sahne (alternativ Cremefine), 200 ml Milch, 2 EL Senf, 100 g Creme Fraiche, etwas Thymian, Salz und frisch gemahlener Pfeffer.
Die Soße macht den Unterschied: Sahne, Milch und Creme Fraiche sorgen für eine sämige Konsistenz, der Senf gibt dem Thunfischgratin eine feine Würze und Thymian rundet das Aroma ab. Wer es etwas leichter mag, ersetzt die Sahne komplett durch Cremefine – das funktioniert ohne Geschmacksverlust.
Die Zubereitung ist unkompliziert und in gut einer Stunde steht der Auflauf auf dem Tisch. Zuerst die Kartoffeln als Pellkartoffeln kochen, in kaltem Wasser abkühlen lassen, pellen und in Scheiben schneiden. Den Lauch in Ringe schneiden, kurz in kochendem Wasser blanchieren, mit eiskaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen.
Den Thunfisch in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Dann eine Auflaufform ausbuttern und im Wechsel Kartoffelscheiben, Lauch und zerpflückten Thunfisch einschichten. Sahne mit Milch, Senf und Creme Fraiche verrühren, mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen und über die Schichten gießen. Im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad auf der mittleren Schiene etwa 30 Minuten überbacken, bis die Oberfläche goldbraun ist. Dazu passt ein frischer Salat.
Damit der Auflauf besonders cremig wird, die Kartoffeln nicht zu weich kochen – sie dürfen noch Biss haben, denn im Ofen garen sie weiter. Der Lauch sollte nach dem Blanchieren wirklich gut abtropfen, sonst wird die Soße zu dünn. Wer die Kruste knuspriger mag, streut in den letzten fünf Minuten etwas geriebenen Käse darüber und schaltet auf Grillfunktion.
Der Thunfischgratin lässt sich außerdem hervorragend vorbereiten: Du kannst die Schichten schon am Vortag in die Form füllen und den Auflauf im Kühlschrank lagern. Erst kurz vor dem Servieren die Soße angießen und überbacken. Reste schmecken aufgewärmt am nächsten Tag fast noch besser, weil die Aromen durchgezogen sind.
Das Grundrezept ist angenehm flexibel. Statt Thunfisch kannst du auch Lachs oder Schinken verwenden, und Gemüse wie Zucchini, Paprika oder Erbsen machen den Auflauf bunter und noch sättigender. Wer Käse mag, hebt vor dem Überbacken etwas geriebenen Gouda unter die Soße oder bestreut die Form damit. So wird aus dem Klassiker schnell ein neuer Favorit im Speiseplan – ganz ohne komplizierte Zutaten.
Für eine vegetarische Variante lässt du den Fisch einfach weg und gibst stattdessen mehr Gemüse in die Form. Eine Handvoll Champignons oder gegarte Karotten passen ebenfalls gut. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt, und die Grundstruktur des Rezepts bleibt immer gleich.
Der Thunfischgratin ist schon für sich genommen sättigend, ein kleiner Salat dazu macht die Mahlzeit aber komplett. Klassisch passt ein grüner Blattsalat mit einem einfachen Essig-Öl-Dressing. Auch knuspriges Baguette zum Dippen in die cremige Soße kommt bei den meisten gut an. Wer mag, reicht ein Glas kühlen Weißwein dazu – dann wird aus dem Alltagsessen ein kleines Abendessen mit Genuss.
Kann ich den Thunfischgratin einfrieren? Ja, der fertig gebackene Auflauf lässt sich portionsweise einfrieren und im Kühlschrank über Nacht auftauen. Anschließend bei 160 Grad im Ofen wieder aufwärmen, bis er durchgehend heiß ist.
Welcher Thunfisch ist am besten geeignet? Thunfisch im eigenen Saft ist ideal, weil er weniger Flüssigkeit abgibt und der Auflauf nicht wässrig wird. Vor dem Einschichten gut abtropfen lassen und mit den Händen in grobe Stücke zerpflücken.
Was mache ich, wenn die Soße zu dünn ist? Dann einfach etwas mehr Sahne oder Creme Fraiche unterrühren. Ist die Soße nach dem Überbacken noch zu flüssig, den Auflauf ein paar Minuten ohne Abdeckung weiterbacken, bis die überschüssige Flüssigkeit verdampft ist.
Wie lange hält sich der fertige Thunfischgratin? Im Kühlschrank aufbewahrt bleibt der Auflauf zwei bis drei Tage genießbar. Gut abgedeckt lagern und in der Mikrowelle oder im Ofen portionsweise aufwärmen – so schmeckt er auch am nächsten Tag noch ausgezeichnet.
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Pellkartoffeln kochen, in kaltem Wasser abkühlen lassen, pellen und in Scheiben schneiden.
Lauch in Ringe schneiden und in kochendem Wasser wenige Minuten blanchieren. Mit eiskaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen.
Thunfisch in ein Sieb geben und gut abtropfen lassen. Eine Auflaufform ausbuttern. Im Wechsel Kartoffelscheiben, Lauch und zerpflückten Thunfisch einschichten.
Sahne mit Milch, Senf und Creme Fraiche verrühren. Mit frisch gemahlenem Pfeffer, Salz und Thymian würzen.
Im vorgeheizten Ofen bei 175° auf der mittleren Schiene ca. 30 Minuten überbacken.
Dazu habe ich einen frischen Salat serviert.