Güveç mit Bulgur ist ein traditionelles türkisches Schmorgericht, das in einem Tontopf – dem namensgebenden Güveç – langsam geschmort wird. Dazu gehören bei uns Sumak-Zwiebeln und ein cremiges türkisches Tzatziki. Das komplette Menü zeigt unser Rezeptvideo „türkisch kochen", und wir verraten euch hier alle Schritte im Detail.
Güveç ist die türkische Bezeichnung für einen Tontopf, aber auch für das Gericht, das darin zubereitet wird. Die Idee ist denkbar einfach: Fleisch, Gemüse und Gewürze werden im geschlossenen Topf langsam gegart, bis alles zart und aromatisch ist. Durch die gleichmäßige Hitze des Tontopfs bleiben die Aromen besonders gut erhalten. Klassisch wird der Güveç auf dem Herd oder im Ofen gegart – wer keinen Tontopf hat, nutzt einfach einen schweren Schmortopf mit Deckel.
Für unseren Güveç verwenden wir Lamm- oder Rindfleisch in Würfeln, Auberginen, Paprika, Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch. Gewürzt wird mit Kreuzkümmel, edelsüßem Paprikapulver und Pul Biber – das verleiht dem Gericht seine typisch türkische Würze. Die komplette Zutatenliste findet ihr in der Rezeptkarte oben. Dazu kochen wir feinen Bulgur, der die aromatische Soße wunderbar aufnimmt.
Zuerst wird das Gemüse vorbereitet: Auberginen würfeln, salzen und kurz ziehen lassen, damit die Bitterstoffe austreten. Dann das Fleisch im heißen Öl scharf anbraten, Zwiebeln und Knoblauch zugeben und das Tomatenmark kurz mitrösten. Jetzt kommen die Gewürze dazu – Kreuzkümmel, Paprikapulver und Pul Biber sorgen für das unverwechselbare Aroma. Anschließend das Gemüse unterheben, mit Brühe ablöschen und alles zugedeckt etwa 45 Minuten sanft schmoren lassen, bis das Fleisch zart ist. Wer mag, gibt den Topf für die letzten 15 Minuten in den auf 180 Grad vorgeheizten Ofen – so entsteht eine schöne Kruste.
Zum Güveç gehört bei uns feiner Bulgur: kurz in Butter angeröstet, mit Wasser aufgegossen und etwa zehn Minuten quellen lassen. Die Sumak-Zwiebeln sind eine einfache, aber geniale Beilage: Rote Zwiebel-Halbringe werden mit Sumak, Wasser und einer Prise Salz mariniert – das macht sie mild und gibt ihnen eine wunderschöne rote Färbung. Das türkische Tzatziki aus Joghurt, geriebener Gurke, Knoblauch und Dill rundet das Menü ab und bringt eine frische, kühle Note zum warmen Schmorgericht.
Der klassische Güveç wird in einem unglasierten Tontopf zubereitet. Der poröse Ton gibt während des Garens Feuchtigkeit ab und nimmt sie teilweise wieder auf – so bleibt das Gericht saftig, ohne dass viel Flüssigkeit verdampft. Die Hitze verteilt sich gleichmäßig, und die Aromen von Fleisch, Gemüse und Gewürzen verbinden sich besonders intensiv. Ein schwerer Schmortopf aus Gusseisen oder Emaille kommt dem sehr nahe und ist eine gute Alternative, wenn kein Tontopf im Schrank steht. Wichtig ist nur: den Deckel während des Schmorens möglichst geschlossen zu lassen, damit der Güveç nicht austrocknet.
Der Güveç ist wunderbar wandelbar. Statt Lammfleisch schmeckt er auch mit Hähnchenschenkeln – dann verkürzt sich die Garzeit auf rund 30 Minuten. Wer es vegetarisch mag, lässt das Fleisch einfach weg und erhöht den Anteil an Auberginen, Zucchini und Kartoffeln. Auch Zucchini, Kartoffeln oder Okra passen gut in den Topf und machen das Gericht herzhafter. Die Schärfe könnt ihr über die Menge an Pul Biber steuern – von mild bis feurig ist alles möglich. Tipp: Der Güveç schmeckt am nächsten Tag noch besser, weil die Gewürze über Nacht durchziehen können. Dazu passen Fladenbrot, Reis oder eben feiner Bulgur.
Die türkische Küche ist bekannt für ihre würzigen Schmorgerichte, frischen Salate und cremigen Joghurtsaucen. Güveç mit Bulgur ist ein schönes Beispiel dafür, wie aus wenigen, ehrlichen Zutaten ein großartiges Gericht entsteht. Bei Rezeptfamilie findet ihr noch weitere Rezepte für die ganze Familie – von schnellen Alltagsgerichten bis zu aufwendigeren Menüs für besondere Anlässe. Lasst euch inspirieren und probiert euch durch die Vielfalt der türkischen und internationalen Küche.
Güveç mit Bulgur ist ein Gericht, das Geduld belohnt: Das lange Schmoren macht das Fleisch butterzart und verbindet alle Aromen zu einem harmonischen Ganzen. Zusammen mit den Beilagen wird daraus ein vollwertiges, traditionelles türkisches Essen, das der ganzen Familie schmeckt. Probiert es aus und lasst euch von der türkischen Küche begeistern!
Noch mehr leckere Rezepte findest du auf rezeptfamilie.de: Türkisches Tzatziki – selbst gemacht, Fasskraut-Lasagne – herzhafter Auflauf.
Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und grob würfeln. Die Auberginen waschen, in Würfel schneiden, salzen und 10 Minuten ziehen lassen, dann die Bitterstoffe abspülen. Die Paprika putzen und in Stücke schneiden, die Tomaten häuten und grob würfeln.
Das Olivenöl in einem großen Schmortopf oder traditionell im Güveç-Tontopf erhitzen. Das Fleisch portionsweise darin rundherum scharf anbraten, bis es Farbe bekommt. Die Zwiebeln und den Knoblauch zugeben und kurz mitdünsten.
Das Tomatenmark zum Fleisch geben und kurz mitrösten. Kreuzkümmel, Paprikapulver, Pul Biber, Salz und Pfeffer zugeben und alles gut vermengen, bis die Gewürze duften.
Die Auberginen, die Paprika und die Tomaten in den Topf geben und alles vorsichtig unterheben. Mit Wasser oder Brühe ablöschen, sodass das Gemüse knapp bedeckt ist. Den Deckel auflegen.
Den Güveç bei mittlerer Hitze etwa 40 bis 45 Minuten sanft schmoren lassen, bis das Fleisch zart ist und das Gemüse weich. Gelegentlich umrühren und bei Bedarf etwas Flüssigkeit nachgießen. Wer mag, stellt den Topf für die letzten 15 Minuten in den auf 180 °C vorgeheizten Backofen – so bekommt der Güveç eine wunderbare Kruste.
Den Bulgur in einem Sieb kurz abspülen. Die Butter in einem Topf zerlassen, den Bulgur darin kurz anrösten und mit 500 ml Wasser und einer Prise Salz aufgießen. Aufkochen, dann bei kleiner Hitze zugedeckt etwa 10 Minuten quellen lassen, bis das Wasser aufgenommen ist.
Die rote Zwiebel in feine Halbringe schneiden, in eine Schüssel geben und mit dem Sumak bestreuen. Mit etwas Wasser und einer Prise Salz übergießen und mindestens 10 Minuten marinieren lassen – so werden die Zwiebeln milder und bekommen ihre schöne rote Farbe.
Die Salatgurke fein reiben, salzen und kurz stehen lassen, dann die Flüssigkeit gut ausdrücken. Den Joghurt mit dem gepressten Knoblauch, dem gehackten Dill und dem Olivenöl verrühren, die Gurke unterheben und mit Salz abschmecken.
Den fertigen Güveç nach Belieben mit frischer Petersilie bestreuen. Den Bulgur auf Tellern verteilen, den Güveç daneben anrichten und mit den Sumak-Zwiebeln und dem Tzatziki servieren. Dazu passt frisches Fladenbrot.