Dieses Rote-Beete-Kindergericht ist bei uns entstanden, weil die Rote Bete aus dem Garten verarbeitet werden musste und die Kinder sie pur nicht essen wollten. Mit Hackfleisch, Zwiebeln und einer Prise Pfeffer wird daraus ein mildes Topfgericht, das durch seine Farbe auf dem Teller sofort auffällt. Der Geschmack ist erdig, aber durch die angedünsteten Zwiebeln auch angenehm süßlich – und genau das kommt bei Kindern an.
Das Beste daran: Es ist ein Ein-Topf-Gericht. Alles gart in einer Pfanne oder einem Topf, es gibt kaum Abwasch und die Zutaten sind überschaubar. Für vier Portionen reichen 300 Gramm Rote Bete, 400 Gramm Hackfleisch, zwei Zwiebeln und zwei Esslöffel Öl. Salz und Pfeffer kommen nach Geschmack dazu. Mehr braucht es nicht.
Rote Bete hat ein Imageproblem: Viele Erwachsene kennen sie nur als Beilage aus dem Glas oder als Salat mit Essig. Frisch gekocht schmeckt sie dagegen viel milder und leicht süß. In Würfeln sieht sie außerdem aus wie bunte Bonbons und färbt Reis, Kartoffeln und Soße kräftig rosa. Genau diese Farbe macht das Gericht für Kinder interessant.
Rote Bete hat bei uns von September bis in den Winter Saison. Die Verbraucherzentrale zählt sie im September zu den heimischen Wurzelgemüsen, und der Saisonkalender des Bundeszentrums für Ernährung führt sie als Herbst- und Wintergemüse. Frisch gekauft ist sie außerdem günstiger als die Konserve und muss nur geschält werden.
Wichtig ist, dass die Rote Bete nicht zu sauer abgeschmeckt wird. Ein Spritzer Zitronensaft oder Essig hebt den Geschmack, zu viel davon macht das Gemüse aber für Kinder unangenehm. Wir würzen deshalb nur mit Salz und Pfeffer und lassen jeden am Tisch selbst nachwürzen.
Der Saft der Roten Bete färbt alles, was er berührt. Zieht deshalb Einweghandschuhe an und arbeitet auf einem Kunststoffbrett, das Flecken nicht übel nimmt. Ein Spritzer Zitronensaft auf den Händen hilft, wenn doch etwas danebengeht, kaltes Wasser verstärkt die Flecken eher.
Frische Rote Bete wird geschält und in kleine Würfel geschnitten, etwa einen Zentimeter. Je kleiner die Würfel, desto schneller sind sie weich. Wer es eilig hat, greift zu vorgekochter Rote Bete aus dem Vakuumbeutel: Sie muss nur noch kurz mitgaren und ist in fünf bis acht Minuten fertig. Geschmacklich ist frische Ware etwas aromatischer, für den Alltag ist die vorgekochte Variante aber eine völlig gute Lösung.
Rohwürfel brauchen im Topf rund 20 bis 25 Minuten, bis sie weich sind. Test mit der Gabel: Lässt sich ein Würfel ohne Widerstand zerdrücken, ist er fertig.
Zuerst die Zwiebeln schälen und fein würfeln, die Rote Bete schälen und in kleine Würfel schneiden. Das Öl in einem Topf oder einer tiefen Pfanne erhitzen. Die Zwiebelwürfel darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten – sie dürfen Farbe nehmen, aber nicht braun werden, sonst wird das Gericht bitter.
Dann das Hackfleisch zugeben und krümelig anbraten. Wichtig ist, dass das Fleisch wirklich durchgegart ist, bevor das Gemüse dazukommt. Mit Salz und Pfeffer würzen. Wer Hähnchen statt Hackfleisch nimmt, schneidet es vorher in kleine Streifen und brät es ebenfalls gut durch.
Nun die Rote-Bete-Würfel zugeben, kurz mitbraten und mit etwas Wasser ablöschen, etwa 100 Milliliter. Zugedeckt bei kleiner Hitze 20 bis 25 Minuten weich kochen. Zwischendurch einmal umrühren und prüfen, ob noch Flüssigkeit im Topf ist. Bei Bedarf einen Schluck Wasser nachgießen, damit nichts ansetzt.
Zum Schluss noch einmal abschmecken und servieren. Das Gericht darf ruhig etwas Soße haben – sie färbt die Beilage rosa und macht das Ganze für Kinder spannender. Mit frischen Kräutern wie Petersilie oder Schnittlauch sieht es auf dem Teller noch freundlicher aus.
Am häufigsten gibt es bei uns Kartoffelpüree dazu, weil es die rosa Soße gut aufnimmt. Auch Salzkartoffeln, Reis oder Nudeln funktionieren. Kinder mögen es oft besonders, wenn die Beilage komplett durchgefärbt ist – dafür einfach etwas mehr Wasser im Topf lassen und die Soße unterheben. Ein Klecks Naturjoghurt oder Schmand auf dem Teller nimmt etwas Säure heraus.
Mit Hähnchen oder Putenfleisch wird das Gericht leichter. Vegetarisch funktioniert es mit gekochten Linsen oder mit gewürfeltem Feta, der erst am Ende untergehoben wird. Wer möchte, gibt zwei mittelgroße Kartoffelwürfel direkt mit in den Topf und spart sich die separate Beilage. Für Erwachsene passen ein Teelöffel Meerrettich oder etwas gerösteter Kümmel gut dazu.
Das Gericht hält sich im Kühlschrank zwei bis drei Tage. Aufgewärmt schmeckt es sogar etwas runder, weil die Aromen Zeit hatten. Zum Aufwärmen reicht eine Pfanne mit einem Schluck Wasser, in der Mikrowelle wird die Rote Bete leicht trocken. Einfrieren ist möglich, dann verliert das Gemüse aber etwas Biss.
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Wenn dir Rote Bete schmeckt, probiere unsere Rote Bete Suppe. Weitere Gerichte, die bei Kindern gut ankommen, sind das Kinder Chilli con Carne, der Kinder Buchstaben Nudelsalat und der 2 Saucen Spagetti Auflauf. Herzhaft und schnell geht auch die Gemüse-Hackpfanne mit Blumenkohl.
Die Rote Bete schälen (am besten mit Handschuhen) und in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebeln schälen und fein würfeln.
Das Öl in einem Topf erhitzen, die Zwiebelwürfel glasig dünsten, das Hackfleisch (oder Hähnchen) zugeben und krümelig anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Die Rote-Bete-Würfel zugeben, kurz mitbraten und mit etwas Wasser ablöschen. Zugedeckt ca. 20–25 Minuten weich kochen.
Das Kindergericht nochmals abschmecken und servieren. Heiss servieren – kurz vor dem Servieren noch einmal abschmecken, weil sich Salzgeschmack beim Ziehen veraendert.