Roter Eintopf heißt bei uns das Gericht, das im Herbst aus dem Garten in den Topf wandert: Karotten, Kartoffeln, rote Paprika, Tomaten und Rote Bete. Fleisch braucht es dafür nicht – Farbe, Süße und Säure kommen komplett aus dem Gemüse. Nach rund 40 Minuten ist der Eintopf fertig, und weil alles in einem Topf gart, bleibt der Abwasch überschaubar.
Das Rezept reicht für vier Portionen und ist damit ein klassisches Familienessen für arbeitsreiche Tage. Es schmeckt am Tag danach sogar noch besser, weil die Aromen über Nacht durchziehen.
Drei Zutaten sorgen für die Farbe: Rote Bete, reife Tomaten und rote Paprika. Die Rote Bete färbt am stärksten und bringt eine leicht erdige Süße mit, die Tomaten liefern die Säure, die Paprika das Aroma. Dazu kommt Paprikapulver, das den Eintopf wärmer und runder macht.
Rote Bete gibt es frisch von September bis Februar. Frisch geschält und in einem Zentimeter große Würfel geschnitten braucht sie die volle Kochzeit. Wer es schneller braucht, nimmt vorgekochte Rote Bete aus dem Vakuumbeutel: Die kommt erst in den letzten fünf bis acht Minuten dazu und wird nur noch heiß. Sie färbt etwas weniger intensiv, spart aber rund 20 Minuten Garzeit.
Zuerst das Gemüse vorbereiten: Karotten, Kartoffeln, Paprika und Zwiebel schälen bzw. putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Rote Bete ebenfalls schälen – am besten mit Handschuhen, sonst färben die Hände tagelang mit – und in etwa ein Zentimeter große Würfel schneiden.
Dann das Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel glasig dünsten. Karotten, Kartoffeln und Paprika dazugeben und drei bis vier Minuten mitanschwitzen. Jetzt das Paprikapulver einrühren und kurz mitrösten – so schmeckt es aromatisch statt mehlig.
Mit der Gemüsebrühe ablöschen, gehackte Tomaten und die Rote-Bete-Würfel dazugeben und alles zugedeckt 25 bis 30 Minuten sanft köcheln lassen. Wichtig ist eine ruhige, gleichmäßige Hitze: Wallt der Eintopf stark, zerfallen die Kartoffeln und der Eintopf wird breiig statt stückig.
Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken und heiß servieren. Wenn Kinder mitessen, lieber etwas zurückhaltender würzen und am Tisch nachwürzen lassen.
Der Eintopf hält sich zugedeckt drei Tage im Kühlschrank und schmeckt aufgewärmt kräftiger als frisch gekocht. Beim Einfrieren ist ein Punkt wichtig: Kartoffeln werden nach dem Auftauen mehlig und zerfallen. Am besten den Eintopf ohne Kartoffeln einfrieren und die Kartoffeln beim Aufwärmen frisch dazugeben – oder die Kartoffeln vor dem Einfrieren abschöpfen und separat lagern.
Für die Mittagspause lässt sich der Eintopf gut vorab portionieren: am Abend kochen, in Boxen füllen und am nächsten Tag nur noch aufwärmen.
Alle Zutaten sind von September bis Februar heimisch und günstig. Rote Bete, Karotten und Kartoffeln gehören im Herbst zu den günstigsten Gemüsesorten, Tomaten und Paprika kommen in der kalten Jahreszeit aus dem Gewächshaus oder als Dose ins Haus. Wer saisonal kocht, tauscht im Winter Paprika gegen Steckrübe und lässt die Tomaten ganz weg – der Eintopf funktioniert dann als reine Wurzelgemüse-Variante.
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Roter Eintopf heißt bei uns das Gericht, das im Herbst aus dem Garten in den Topf wandert: Karotten, Kartoffeln, rote Paprika, Tomaten und Rote Bete. Fleisch braucht es dafür nicht – Farbe, Süße und Säure kommen komplett aus dem.
Karotten, Kartoffeln, Paprika und Zwiebel schälen bzw. putzen und in mundgerechte Stücke schneiden.
Öl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebel glasig dünsten, Karotten, Kartoffeln und Paprika dazugeben und kurz mitanschwitzen. Paprikapulver einrühren.
Mit Gemüsebrühe ablöschen, gehackte Tomaten und Rote Bete dazugeben und alles ca. 25-30 Minuten sanft köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.
Den Eintopf mit Salz und Pfeffer abschmecken und heiß servieren. Dazu passt frisches Brot.