Wenn in der Spargelzeit weiße Spargelstangen auf den Tisch kommen, landen die Schalen meist im Abfall. Dabei steckt in ihnen viel Aroma: Diese Spargelsuppe aus Spargelschale nutzt genau diese Reste und verwandelt sie zusammen mit Gemüsebrühe, Saisongemüse und einem Hauch Muskat in eine feine, sämige Suppe. Sie ist eine clevere Resteverwertung, die kaum Arbeit macht und trotzdem richtig gut schmeckt.
Der Clou: Beim Schälen fallen ohnehin Schalen und Enden an. Statt sie wegzuwerfen, kochst du daraus einen aromatischen Sud. Das spart Geld, reduziert Küchenabfall und bringt ein tiefes Spargelaroma in die Suppe, das mit gekaufter Brühe allein nicht entsteht.
Die Spargelzeit beginnt je nach Region Ende April und endet traditionell am 24. Juni. In dieser Zeit ist weißer Spargel besonders zart und aromatisch. Da die Stangen beim Schälen schnell an Gewicht verlieren, lohnt es sich, die Schalen gleich für die Suppe zu sammeln: Aus einem Kilogramm Spargel kommen rund 200 Gramm Schalen und Enden zusammen, die sonst ungenutzt bleiben würden.
Für die Spargelsuppe aus Spargelschale brauchst du neben den Schalen von etwa 1,5 Kilogramm weißem Spargel nur wenige Zutaten: Gemüsebrühe, Saisongemüse wie Kartoffeln und Lauch, eine Zwiebel, etwas Öl, Salz, Pfeffer, Muskatnuss sowie Zucker und Zitronensaft für den Sud. Die genauen Mengen findest du in der Rezeptkarte oben.
Der Zitronensaft und ein wenig Zucker im Sud klingen ungewöhnlich, haben aber einen wichtigen Job: Sie balancieren den leicht erdigen Geschmack der Spargelschalen aus und heben das feine Aroma hervor.
Zuerst den Spargel waschen und schälen, die Schalen und Enden dabei auffangen. Dann die Schalen in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und Salz, Zucker und Zitronensaft zugeben. Alles zum Kochen bringen und etwa zehn Minuten sanft köcheln lassen.
Anschließend den Sud durch ein feines Sieb gießen und die Schalen gut ausdrücken. In einem zweiten Topf die Zwiebel würfeln und im Öl anschwitzen, das Saisongemüse zugeben und kurz mitdünsten. Nun Gemüsebrühe und Spargelsud angießen und alles weich kochen.
Zum Schluss die Suppe fein pürieren und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Wer mag, hebt noch ein paar zarte Spargelspitzen unter oder gibt einen Klecks Schmand auf jede Portion.
Damit die Suppe besonders cremig wird, kannst du eine Kartoffel mitkochen - sie macht sie ganz von selbst samtig. Ein Schuss Weißwein oder ein Klecks Crème fraîche verleihen zusätzlich eine feine Note. Die Spargelspitzen legst du am besten vor dem Pürieren beiseite und gibst sie erst beim Servieren in die Suppe.
Auch als Beilage passt vieles: knuspriges Baguette, frische Kräuter wie Schnittlauch und Petersilie oder geröstete Mandelblättchen sorgen für Biss und frische Farbtupfer.
Wer die Suppe besonders edel servieren möchte, garniert sie mit hauchdünn gehobelten rohen Spargelscheiben oder etwas Estragon. Dazu passt ein trockener Weißwein - dann wird aus der Resteverwertung ein kleines Festessen.
Die fertige Suppe hält sich im Kühlschrank gut drei bis vier Tage. Zum Aufbewahren einfach abkühlen lassen und in einem verschlossenen Behälter lagern. Auch Einfrieren ist problemlos möglich: In Portionsbehälter gefüllt, bleibt sie mehrere Monate haltbar. Zum Servieren langsam erwärmen und noch einmal abschmecken.
Kann man wirklich nur die Schalen verwenden? Ja, genau darum geht es bei diesem Rezept. Die Schalen enthalten viel Aroma, das beim Kochen in den Sud übergeht. Das geschälte Spargelfleisch kannst du separat braten, dünsten oder für ein anderes Gericht verwenden.
Schmeckt die Suppe deutlich nach Spargel? Auf jeden Fall. Durch das Kochen der Schalen bekommt der Sud ein intensives Spargelaroma, das die fertige Suppe prägt. Muskatnuss und ein Schuss Zitronensaft runden den Geschmack zusätzlich ab.
Welches Gemüse eignet sich für die Suppe? Klassisch passen Kartoffeln, Lauch und Sellerie. Du kannst aber jedes Saisongemüse verwenden, das gerade verfügbar ist - wichtig ist nur, dass es sich gut pürieren lässt.
Mit dieser Spargelsuppe aus Spargelschale holst du das Beste aus der Spargelzeit heraus: wenig Aufwand, keine Reste und eine wunderbar aromatische Suppe, die bei allen gut ankommt.
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Den weißen Spargel waschen und schälen. Schalen und Enden dabei in einer Schüssel auffangen, sie bilden die Basis für den Sud.
Die Spargelschalen in einen Topf geben und mit Wasser bedecken. Salz, Zucker und Zitronensaft zugeben.
Das Wasser mit den Schalen zum Kochen bringen und anschließend etwa zehn Minuten sanft köcheln lassen.
Den Sud durch ein feines Sieb gießen und die Schalen dabei gut ausdrücken. Den aufgefangenen Sud beiseitestellen.
Die Zwiebel schälen und fein würfeln, im Öl glasig anschwitzen. Saisongemüse zugeben, mit Gemüsebrühe und Spargelsud aufgießen und weich kochen. Die Suppe fein pürieren und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.