Linsensuppe

Portionen: 6 Gesamtzeit: 1 Stunde 55 Min. Schwierigkeit: Anfänger
Herzhafte Linsensuppe mit Würstchen – ein klassischer Eintopf
Linsensuppe pinit

Eine wärmende Linsensuppe für kalte Tage

Wenn es draußen kalt und ungemütlich wird, gibt es kaum etwas Schöneres, als eine dampfende Linsensuppe. Dieses Rezept habe ich von meiner Oma übernommen, die immer gesagt hat: Eine gute Linsensuppe braucht Zeit und Liebe. Und ich gebe ihr recht. Die Kombination aus Linsen, Kartoffeln, Möhren und Sellerie ergibt einen richtig herzhaften Eintopf, der die ganze Familie wärmt und satt macht. Das Beste: Die Linsensuppe ist einfach zuzubereiten und gelingt auch Kochanfängern garantiert. Dieses Gericht begleitet mich schon seit meiner Kindheit – meine Mutter hat es mir beigebracht, und heute koche ich es regelmäßig für meine Familie.

Tipps für die perfekte Linsensuppe

Damit der Eintopf besonders aromatisch wird, nehme ich am besten getrocknete Linsen aus dem Vorrat. Die müssen vor dem Kochen nicht eingeweicht werden, sondern kommen direkt in die Brühe. Wichtig ist, die Linsen vorher gründlich zu waschen und abtropfen zu lassen. Die Kartoffeln schneide ich in wirklich kleine Würfel – nicht größer als fünf Millimeter – dann zerfallen sie beim Kochen leicht und binden die Suppe schön. Das feine Würfeln von Möhren, Sellerie und Lauch lohnt sich übrigens: Je kleiner das Gemüse geschnitten ist, desto besser verteilt sich sein Geschmack.

Der Balsamico bianco ist mein Geheimtipp für diese Linsensuppe. Die feine Säure rundet den herzhaften Geschmack des Eintopfs ab und macht ihn richtig rund. Mit der Rinderbrühe bekommt die Suppe eine kräftige Basis, während die Gemüsebrühe für die nötige Leichtigkeit sorgt. Ich gebe gerne etwas mehr Essig dazu, als im Rezept steht – meine Familie mag den säuerlichen Kick. Die Mischung aus beiden Brühen macht den charakteristischen Geschmack der Linsensuppe aus, den man sonst nirgends findet. Die Würstchen schneide ich in dicke Scheiben, bevor ich sie in die Suppe gebe. So bleiben sie schön saftig und geben zusätzlich Geschmack ab. Beim Würzen gilt: ordentlich mit Salz und Pfeffer abschmecken, die Linsen vertragen gut Gewürze.

Leckere Variationen der Linsensuppe

Die klassische Variante mit Würstchen lässt sich wunderbar abwandeln. Wer es deftiger mag, nimmt anstelle der Würstchen geräuchertes Kasseler oder durchwachsenen Speck. Einfach in Würfel schneiden und zusammen mit dem Gemüse anschwitzen. Für eine vegetarische Variante lasse ich das Fleisch einfach weg und nehme nur Gemüsebrühe. Ein Klecks Schmand oder Crème fraîche auf dem Teller macht den Eintopf schön cremig. Auch Mettwürstchen passen hervorragend.

Bei den Gewürzen kann ich ebenfalls variieren: Ein Lorbeerblatt und etwas Thymian harmonieren wunderbar mit den Linsen. Wer es scharf mag, gibt eine kleine Chilischote mit in den Topf. Majoran passt ebenfalls gut zu dieser Art von Suppe. Im Herbst und Winter ist die Linsensuppe ein echtes Soulfood, das ich gerne in größeren Mengen koche – denn aufgewärmt schmeckt sie fast noch besser. Man kann auch einen Teil der Kartoffeln durch Süßkartoffeln ersetzen, das gibt eine leicht süße Note. Oder etwas Räuchertofu für eine vegane Variante.

Linsensuppe aufbewahren und einfrieren

Die Linsensuppe lässt sich hervorragend vorkochen. Einfach abkühlen lassen, in luftdichte Behälter füllen und in den Kühlschrank stellen. Dort hält sich der Eintopf gut drei bis vier Tage. Aufgewärmt schmeckt sie oft noch besser, weil die Aromen über Nacht durchgezogen sind. Auch Einfrieren ist kein Problem: Die Suppe in Portionsbehälter füllen und einfrieren. So habe ich immer eine warme Mahlzeit parat, wenn es mal schnell gehen muss. Zum Auftauen stelle ich die Portion über Nacht in den Kühlschrank oder erwärme sie langsam im Topf. Einmal kurz aufkochen, mit einem Schuss Wasser oder Brühe verlängern, fertig. Das ist perfekt für stressige Tage, an denen keine Zeit zum Kochen bleibt.

Was passt zur Linsensuppe?

Dazu reiche ich am liebsten frisches Bauernbrot oder eine Scheibe Roggenbrot mit kräftiger Butter. Auch Wiener Würstchen oder Bockwurst sind der Klassiker zu diesem Gericht. Wer mag, kann die Suppe mit einem Schuss Essig und einer Prise Zucker abschmecken – das hebt die Aromen noch einmal. Dazu passt auch ein Klecks Senf auf dem Teller. Probiert auch unseren Grünkohleintopf oder die Käsesuppe mit Cabanossi – beides wärmende Gerichte, die richtig satt machen. Schaut auch in unserer YouTube-Playlist mit Kochvideos vorbei, dort gibt es weitere herzhafte Eintopfgerichte zu entdecken.

Für die Zubereitung empfehle ich einen großen Suppentopf mit schwerem Boden, der die Hitze gleichmäßig verteilt und nichts anbrennen lässt. Ein guter Topf ist die halbe Miete bei einem Eintopfgericht wie dieser Linsensuppe.

Linsensuppe

Schwierigkeit: Anfänger Vorbereitung 20 Min. Koch-/Backzeit 35 Min. Ruhezeit 60 Min. Gesamtzeit 1 Stunde 55 Min.
Portionen: 6 Kalorien: 480
Beste Saison: herbst, Winter

Beschreibung

Klassische Linsensuppe mit Würstchen, Kartoffeln und viel Gemüse. Herzhafter Eintopf für die ganze Familie, der richtig wärmt und satt macht.

Zutaten

Für die Linsensuppe

Zubereitung

  1. Gemüse vorbereiten

    Möhren, Sellerie und Lauch waschen und in klitzekleine Würfel schneiden. Kartoffeln schälen und in Würfel mit einer Kantenlänge von maximal 5 mm schneiden.

  2. Linsen kochen

    Linsen waschen, abtropfen lassen und in der Gemüsebrühe 30 Minuten köcheln lassen.

  3. Gemüse anschwitzen

    In einem zweiten Topf die Butter schmelzen und das vorbereitete Gemüse mit den Kartoffeln kurz anschwitzen. Mit der Rinderbrühe ablöschen und 5 Minuten köcheln lassen.

  4. Suppe verfeinern

    Die gekochten Linsen samt Brühe zum Gemüse geben und alles gut vermischen. Mit dem Balsamico bianco abschmecken. Die Würstchen in Scheiben schneiden und unterheben.

  5. Suppe ziehen lassen

    Die Suppe auf dem Herd 1 Stunde bei niedriger Hitze ziehen lassen, damit sich die Aromen gut verbinden können.

  6. Anrichten

    Petersilie oder Schnittlauch fein hacken. Die Suppe in tiefe Teller füllen und mit den frischen Kräutern garnieren. Dazu passt frisches Bauernbrot.

Notizen

Tipp: Die Linsensuppe schmeckt am nächsten Tag noch besser, wenn die Aromen durchgezogen sind. Einfach im Kühlschrank aufbewahren und langsam wieder erwärmen.
Schlüsselwörter: Linsensuppe, Eintopf, Würstchen, Kartoffeln, Möhren, Herbstgericht, Wintergericht
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